Projektbeschreibung

In Deutschland leben etwa 10 Millionen Christinnen und Christen mit sog. Migrationshintergrund, die zuteil in eigenen Gemeinden, sog. Migrationskirchen, ihrem Glauben Ausdruck verleihen. Diese Kirchen sind zurecht als ‚Stiefkind‘ der akademischen Debatte über Religion und Migration (Nagel/Schubert 2018, 217) bezeichnet worden. Auch von den etablierten Kirchen wurden sie zunächst gar nicht, dann in ihrer Fremdheit und in ihrer Andersheit wahrgenommen. Die in den migrationskirchlichen Lebenswelten eingebetteten Theologien sind bis heute akademisch nicht erhoben und analysiert worden. Diese Forschungslücke will das von der DFG geförderte Forschungsprojekt „Encountering Theologie(s). Theologien von Migrationskirchen“ unter der Leitung von Frau Dr. Claudia Rammelt (Ruhr-Universität Bochum) und Herrn Prof. Dr. Gregor Etzelmüller (Universität Osnabrück) schließen.

Im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern zweier Migrationskirchen, den syrisch-orthodoxen Gemeinden Deutschlands (insbesondere Nordrhein-Westfalens) und den evangelisch-vietnamesischen Gemeinden Niedersachsens, findet auf empirisch-theologische Weise Begegnung von Theologie(n) statt. Hierzu arbeiten die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Dorina Seitz (Ruhr-Universität Bochum) und Pia Dieling (Universität Osnabrück). Eine bereits seit drei Jahren zusammenarbeitende Gruppe von Theologinnen und Theologen sowie Religionswissenschaftlerinnen und Religionswissenschaftlern begleitet das Projekt wissenschaftlich.

DFG-Logo, online unter: https://www.dfg.de/service/logo_corporate_design/index.html, zuletzt abgerufen am 20.11.2023.